Der 1. Mai

Posted in Uncategorized on April 28th, 2010 by admin – Be the first to comment

Am 1. Mai werden in Bayern traditionell die Maibäume aufgestellt. Der 1. Mai ist in Deutschland der “Tag der Arbeit” und seit 1919 ein Feiertag.
Neben öffentlichen Demonstrationen und Reden, die meist von den Gewerkschaften organisiert werden, werden mit dem Mai auch viele Bräuche in Verbindung gebracht:
Die Maiglöckchen stehen in voller Blüte, Häuser und Tanzsäle sind mit Gras und Blumen geschmückt und die Menschen singen Lieder, um diesen freudigen Anlass zu feiern. Mai ist der Monat, über den am meisten gedichtet und gesungen wurde.
Oft werden am 1. Mai auch junge Bäume gepflanzt.
Ein ganz essentieller Bestandteil der 1. Mai-Feierlichkeiten ist jedoch der Maibaum.

Ein Maibaum

Zum Aufstellen des Maibaums versammelt sich meist das ganze Dorf, um zu feiern.
Der Maibaum und der Tanz in den Mai sind ein Zeichen für den Frühling. Ursprünglich jedoch war der Maibaum ein Zeichen dafür, dass eine Hochzeit bevorsteht. Früher wurde ein Baum mit bunten Wimpeln und Bändern geschmückt und vom Bräutigam vor dem Haus der Braut platziert

Beim traditionellen Maitanz werden lange Bänder hoch oben am Stamm des Maibaums befestigt. Jeder Tänzer hält ein Bandende. Durch das Tanzen mit den Bändern in der Hand werden die Bänder um den Maibaum geflochten.

In Bayern den 1. Mai ist ein besonders wichtiger Tag. In bayerischen Dörfern gibt es den Brauch des Maibaumaufstellens seit Jahrhunderten und es wird Wert darauf gelegt, einen möglichst hohen und geraden Baum aufzustellen. Oft wird der Baum dann in der Mitte des Dorfes geschmückt, zum Beispiel mit bunten Bändern, Schildern und einem Kranz.
Eine weitere Tradition hat der Versuch, den Maibaum der Nachbargemeinde in der Nacht vor dem 1. Mai zu stehlen. Wenn das passiert, muss Lösegeld – in der Regel ein paar Fässer Bier – gezahlt werden. Gleichzeitig Dorfbewohner mussten sicherstellen, dass ihr Maibaum war nicht von ihren Nachbarn gestohlen. Jedoch werden alle Maibäume durch die sogenannte Maibaumwache bewacht, um den Klau des eigenen Maibaums zu verhindern.
Eine weitere bayerische Tradition ist das Maibaumkraxeln. In vielen Teilen des Bundeslands kämpfen junge Männer darum, wer am schnellsten den polierten Baumstamm hochklettern kann.

Das Oktoberfest

Posted in Verschiedenes on April 15th, 2010 by admin – Be the first to comment

Ich weiß, es ist leider noch lange hin bis zur nächsten Wiesn, aber heute musste ich irgendwie daran denken, deswegen hier nun ein Artikel zum Oktoberfest:

Das Oktoberfest ist ein 16-tägiges Festival, das jedes Jahr von Mitte September bis Anfang Oktober in München stattfindet. Es ist wahrscheinlich die bekannsteste Veranstaltung Deutschlands und verzeichnet jedes Jahr rund 6 Mio. Besucher.
Nach dem Münchner Vorbild feiern zahlreiche Städte weltweit jedes Jahr Oktoberfeste.
Traditionell findet das Oktoberfest während der 16 Tage vor dem ersten Sonntag im Oktober (einschließlich) statt. Im Jahr 1994 wurde der Zeitplan in Reaktion auf die deutsche Wiedervereinigung geändert, so dass das Oktoberfest bis zum 3. Oktober (Tag der Deutschen Einheit) geht, wenn der erste Sonntag im Oktober auf den 1. oder 2. Oktober fällt. Veranstaltungsort des Oktoberfests ist die Theresienwise in München, deswegen auch der “einheimische” Name “Wiesn”.

Die Theresienwiese in München


Auf dem Oktoberfest werden viele traditionelle, herzhafte Gerichte wie Hendl, Schweinsbraten, Haxn, Steckerlfisch, Würstl, Brezn oder Knödel, Obatzda oder Weißwurst.

Geschichte
Das erste Oktoberfest fand am 18. Oktober 1810 statt. Für seine Hochzeit mit Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen organisierte Kronprinz Ludwig (später König Ludwig I.) ein großes Pferderennen auf der heutigen Theresienwiese (die Hochzeit fand am 12. Oktober statt und das Pferderennen am 17. Oktober).
Im Jahr 1811 wurde die Wiesn abgesagt, da Bayern in den napoleonischen Krieg verwickelt war. Ab dem Jahr 1816 wurden dann die ersten Buden aufgestellt. 1819 wurde dann entschieden, dass das Oktoberfest eine jährliche Veranstaltung sein sollte. Später wurde es dann verlängert und das Datum nach vorne geschoben, da das Wetter in Bayern Ende September oft sehr schön ist. Oft herrschen in der ersten Woche des Oktoberfestes Temperaturen bis zu 19 Grad, was den Durst der Besucher anregt. Trotzdem ist das letze Oktoberfest-Wochenende immer im Oktober.
1835 fand dann zum ersten Mal eine Parade zu Ehren der Hochzeit von König Ludwig I und Therese von Bayern statt. Seit 1850 ist dieser Umzug ein fester Bestandteil des Oktoberfests. 8.000 Menschen, zumeist aus Bayern und in Tracht, marschieren von der Maximilianstraße durch das Zentrum von München bis zur Theresienwiese.
Seit 1850 beobachtet außerdem die Statue der Bavaria das Oktoberfest.
Im Jahre 1853 wurde die bayerische Ruhmeshalle fertiggestellt. 1854 fielen 3000 Einwohner Münchens einer Cholera-Epidemie zum Opfer, weswegen das Oktoberfest in diesem Jahr abgesagt wurde. Auch 1866, gab es kein Oktoberfest, da die Bayern im preußisch-österreichischen Krieg kämpften. Im Jahr 1870 war dann der französisch-preußische Krieg der Grund für die Annullierung des Festes. Im Jahre 1873 wurde das Festival nochmals wegen einer Cholera-Epidemie abgesagt.
Ab 1880 beleuchtete elektrisches Licht die über 400 Buden und Zelte. 1881 wurden dann Bratwurstbuden eröffnet. Bier wurde erstmals 1892 in Tassen ausgeschenkt.
Ende des 19. Jahrhunderts fand dann eine Reorganisation des Oktoberfests statt und zum ersten Mal wurden Zelte aufgestellt.
1910 feierte das Oktoberfest dann sein 100. Jubiläum. 120 000 Liter wurden hierbei ausgeschenkt.
Aufgrund des Ersten Weltkriegs fand von 1914 bis 1918 kein Oktoberfest statt. 1923 und 1924 fiel das Oktoberfest aufgrund der Inflation aus.
1933 wurde dann die bayerische Flagge durch die Hakenkreuzfahne ersetzt. Von 1939 bis 1945 fand aufgrund des Zweiten Weltkriegs kein Oktoberfest statt. 1946 bis 1948 feierte München lediglich ein Herbst-Fest. Der Verkauf von richtigem Oktoberfest-Bier war nicht gestattet.
Seit 1950 gibt es ein traditionelles Fest zur Eröffnung. Mit zwölf Salutschüssen und dem Anzapfen des ersten Fasses um 12:00 Uhr durch den amtierenden Oberbürgermeister von München mit dem Ruf “O’zapft is!” eröffnet jährlich das Oktoberfest. Der Bürgermeister gibt dann die erste Maß Bier an den Ministerpräsidententen des Freistaats Bayern.
Spätestens seit 1960 ist das Oktoberfest eine riesige, weltberühmte Veranstaltung.

Der Oktoberfest-Umzung


Während des Oktoberfests sieht man sehr viele Menschen in traditioneller (oder weniger traditioneller) Tracht.
Um das Oktoberfest und vor allem die Bierzelte familien- und seniorenfreundlich zu machen, wurde 2005 das Konzept der “ruhigen Wiesn” entwickelt. Bis 18:00 wird in den Zelten nur leise Musik wie beispielsweise traditionelle Blasmusik gespielt. Erst danach wird Schlager- und Popmusik gespielt.
Am 1. Januar 2008 ist in Bayern das Nichtrauchergesetz in Kraft getreten, das das Rauchen in allen öffentlichen, geschlossenen Räumen – die Oktoberfest-Zelte also eingeschlossen – verbietet. Allerdings gibt es mittlerweile Ausnahmen für kleine Kneipen und Bierzelte.

Zwischenfälle
Am 26. September 1980 explodierte in einem Mülleimer auf einer Toilette am Haupteingang der Wiesn eine Rohrbombe. Die Bombe bestand aus einem leeren Feuerlöscher gefüllt mit 1,39 Kilogramm TNT und Mörsergranaten. Dreizehn Menschen wurden getötet, über 200 wurden verletzt, 68 schwer.

Daten und Fakten
Das Oktoberfest gilt als das größte Volksfest der Welt. 1999 verzeichnete das Volksfest 6,5 Mio. Besucher. 72% der Besucher stammen aus Bayern. 15% der Besucher sind nicht aus Deutschland.
Die nächstgrößten Volksfeste nach dem Münchner Oktoberfest die Cranger Kirmes in Herne mit 4,7 Mio. Besuchern, die Rheinkirmes in Düsseldorf und das Cannstatter Volksfest in Stuttgart mit 3 Mio. Besuchern.

Und wer sich schon mal über das diesjährige Oktoberfest informieren möchte, ist hier super aufgehoben:
www.oktoberfest.de

Die Breze

Posted in Essen und Trinken on April 8th, 2010 by admin – Be the first to comment

Eine Breze ist ein europäisches Gebäck, das sowohl in weicher als auch in harter Form existiert, herzhaft oder süß sein kann und vor allem oft in einer einzigartigen Knotenform gebacken wird. Die Knotenform ist symmetrisch, wobei die Enden eines langen Teigstreifens miteinander verflochten sind. Allerdings haben einige Sorten auch eine längliche Form. Zum Würzen werden Glasuren und Dekorationen verwendet, die von Lauge und Salz über Zucker oder auch verschiedene Sorten von Samen und Nüssen reichen können.

Brezen


Die Brezen, die in Süddeutschland und im angrenzenden deutschsprachigen Raum sowie in einigen Gebieten der Vereinigten Staaten beliebt sind, bestehen im Grunde aus Weizenmehl, Wasser und Hefe und werden mit Lauge bestrichen. Sie werden meist mit Salz bestreut und sind zum Verzehr am gleichen Tag gedacht.
Die süßen Sorten haben keinen bestimmten Hintergrund und sind in vielen verschiedenen Variationen erhältlich.
Die auch erhältlichen harten Brezen werden im Wesentlichen aus den gleichen Zutaten hergestellt, dann aber durch Ausheizen überschüssiger Feuchtigkeit entledigt, wodurch die Brezen knusprig und haltbarer werden.

Geschichte
Als früheste Dartstellung einer Breze kann eine Illustration aus dem 12. Jahrhundert aus dem Elsass genannt werden.
Darüberhinaus gibt es zahlreiche Berichte über den Ursprung von Brezen sowie der Herkunft ihres Namens. Man ist sich einig, dass Brezen höchstwahrscheinlich von Mönchen erstmals hergestellt wurden.
Brezen werden aus einfachen Zutaten hergestellt und konnten auch während der Fastenzeit verzehrt werden, wenn es Christen verboten war, Eier, Schmalz oder Milchprodukte zu essen.

Brezeln in den deutschsprachigen Ländern
Das Backen von Brezen hat seine festen Wurzeln im südlichen Deutschlan und den angrezenden deutschsprachigen Gebieten.

Sorten
Es wird angenommen, dass sich das Verwenden von Lauge beim Backen von Brezen im 10. Jahrhundert durch Zufall entwickelt hat: Ein Bäcker ließ ein Tablett mit backfertigen Brezen versehentlich in einen Trog mit Lauge fallen, der eigentlich zur Reinigung der Backuntensilien verwendet wurde. Nach dem Backen wurde dann festgestellt, dass die Brezen durch das Laugenbad nicht nur ansprechener aussahen, sondern auch besser schmeckten.
Laugenbrezen sind sehr beliebt in Süd-Deutschland, dem Elsass, Österreich und der deutschsprachigen Schweiz. Beispiele für Brezel Namen in verschiedenen deutschen Dialekte “Brezn”, “Bretzel”, “brezzl”, “brezgen”, “bretzga”, “bretzet”, “bretschl”, “kringel”, “silserli” und “sülzerli”.
Brezen werden oft mit Butter bestrichen, mit Wurst oder Käse belegt oder mit Sesam, Mohn, Sonnenblumenkernen oder Kümmel bestreut. Einige Bäckereien bieten auch Brezen aus unterschiedlichen Mehlsorten wie Vollkorn-, Roggen- oder Dinkelmehl an.
In Bayern sind Laugenbrezen auch eine beliebte Beilage zu einem Hauptgericht, beispielsweise zu Weißwürsten.
Das gleiche Backverfahren wird auch verwendet um anderes Laugengebäck wie Laugensemmel, Croissants oder Brote herzustellen.
Doch es gibt auch noch unglasierte, “weiße” Brezen in einigen Teilen Bayerns, vornehmlich in Niederbayern.
Süße Brezen werden aus einer Vielzahl von Teigen hergestellt und mit allen möglichen Belägen verziert. In der Weihnachstzeit sind auch Lebkuchen-Brezen mit einer Schokoladenglasur sehr beliebt.

Feierlichkeiten rund um die Breze
Im südlichen Deutschland und den angrenzenden deutschsprachigen Gebieten haben Brezen ihre ursprünglichen religiösen Bedeutungen teilweise erhalten und sind deswegen noch Teil von verschiedenen Traditionen und Festen.
In einigen Regionen schenken sich die Menschen am 1. Januar leicht gesüßte Brezen als ein Zeichen von Glück. Diese Neujahrs-Brezen werden in verschiedenen Größen hergestellt. Am 1. Mai malen verliebte Männern ihren Angebeteten Brezen an die Tür. Besonders in katholischen Gebieten, wie z. B. Österreich, Bayern oder einigen Teilen von Schwaben, wird mit der Palm-Breze der Palmsonntag gefeiert. In Luxemburg gibt es am vierten Sonntag der Fastenzeit ein Festival, das Brezen-Sonntag genannt wird: Männer schenken ihren Freundinnen Brezen, wobei die Größe der Breze die Größe der Liebe symbolisiert. Typischs für Oberfranken ist die Anis-Breze. Während der Faschingszeit feiert Weidenberg die Brezen-Wochen. Mit Anis gewürzte Brezen werden dann zu speziellen Speisen wie gekochtem Fleisch mit Meerrettich oder Braten serviert.

Starkbierzeit

Posted in Uncategorized on April 1st, 2010 by admin – Be the first to comment

Mit Ostern endet auch die alljährliche Starbierzeit wieder. Aus diesem Grund wollte ich noch einen Blogartikel zu diesem Thema veröffentlichen.


Doppelbock
(ein spezielles Fastenbier/Starkbier)
Doppelbock ist eine stärkere und meist dunklere Version des bayerischen Bockbiers. Es ist außergewöhnlich malzig und nicht bitter. Doppelbock-Biere enthalten in der Regel nicht weniger als 7 Vol.% Alkohol und maximal 10 bis 13%.
Verwandte Biersorten sind das Bockbier, der Maibock, der Eisbock, der Weizenbock, der Weizendoppelbock und der Weizeneisbock.

Doppelbock wurde erstmals im späten achtzehnten Jahrhundert hergestellt, als Abwandlung des alten klösterlichen Starkbiers (das “flüssige Brot” der Mönche), das traditionell in der Fastenzeit gebraut wird. Da die Mönche nach den strengen Regeln ihres Ordens lebten, waren sie regelmäßig dazu aufgefordert, zu fasten. Die längste und anstrengendste dieser Perioden der kulinarischen Enthaltsamkeit war natürlich die österliche Fastenzeit, die Zeit zwischen Aschermittwoch und Ostersonntag. Und weil die Mönche der Meinung waren, dass Flüssigkeiten nicht nur den Körper, sondern auch die Seele reinigen, nahmen sie davon reichlich zu sich. Da die Mönche gesellschaftliche Vorbilder waren, tat es ihnen das Volk in dieser Zeit gleich: die weltliche Version des Starkbiers wurde und wird Bockbier genannt.

Das erste Starkbier wurde von Paulaner Mönchen im Kloster Neudeck ob der Au in München gebraut. Die Paulaner waren ursprünglich aus Italien, waren aber seit 1627 auch in München vertreten. Kurz danach begannen sie mit dem Bierbrauen für ihren Eigenverbrauch. Die Paulaner spürten jedoch, dass ein so starkes Gebräu mit solch schönen Qualitäten vielleicht etwas “zu gut” für die Fastenzeit sein könnte. Aus diesem Grund baten sie den Heiligen Vater in Rom um eine Ausnahmegenehmigung, um weiterhin mit gutem Gewissen Bier brauen zu können. Die Paulaner verschickten in der Fastenzeit ein Fass Bier nach Rom zum Papst. Während des Transports über die Alpen und in der brennenden Sonne Italiens erhitzte sich das Bier jedoch und wurde sauer. Als der Papst also das Bier kostete, befand er es für ungenießbar und entschied, dass die Münchner Mönche ruhig mit bem Brauen dieses Bieres fortfahren könnten.
Es ist anzunehmen, dass der Doppelbock der Paulaner-Mönche im Laufe der Jahre stärker geworden ist. ein faires vermuten, dass die Paulaners “Fastenopfer” flüssiges Brot “stärker geworden im Laufe der Jahre. Jedoch ist nicht genau klar, wann genau es die Stärke erreichten, die wir heute mit einem Doppelbock assoziieren.
Das stärkste ihrer Doppelbock-Biere nannten sie schlussendlich “Salvator”.

Obwohl ursprünglich nur für den Eigenverbrauch bestimmt, sieht es ganz danach aus, als hätten die Paulaner etwas ihres Biers an die Bevölkerung gegen Geld abgegeben. Genau genommen hätte es dafür jedoch einer Erlaubnis der örtlichen Behörden bedarft, die die Paulaner nicht besaßen. Bald kamen auch Beschwerden von Seiten der Bevölkerung über die Trunkenheit der Mönche, die sich in der Nähe des Klosters aufhielten.
Erst im Jahre 1780 bekamen sie von Kurfürst Karl-Theodor die offizielle Erlaubnis, Bier an die Öffentlichkeit auszugeben.

Salvator

Salvator

Allerdings war die Freude darüber nur von kurzer Dauer, denn im Jahre 1799 entschied Napoleon Bonaparte im Zuge seiner Säkularisation, dass das Kloster aufgelöst und die Brauerei vom Staat konfisziert werden sollte. Napoleons Entscheidungen, die von der Aufklärung beeinflusst wurden, wurden getroffen, um seine strikte Trennung zwischen Kirche und Staat zu schaffen. Anders als in der Vergangenheit war es der Kirche von nun an nicht mehr erlaubt, Eigentum zu besitzen, Steuern zu erheben oder Geschäfte zu tätigen.
Die Paulaner Brauerei blieb bis 1806 ungenutzt, als dann der “zivile” Baumeister Franz Xaver Zacherl, der die Münchner Hellerbräu Brauerei besaß. 1813 erworb er dann die Paulaner Brauerei vollständig. Und wie die Mönche vor ihm geriet er sofort in Konflikt mit dem Gesetz, da die Bevölkerung die Brauerei nicht guthieß.
Bald jedoch schon verbesserte sich Zacherls Lage: Seine Majestät selbst, König Ludwig I. von Bayern erließ am 25. März 1837 eine Verordnung zu Gunsten der Paulaner Brauerei. “Solange ich nicht anders verordne”, verkündete der König, “werden die Behörden hiermit ermächtigt, eine jährliche Genehmigung für die Abgabe von Salvator Bier zu erteilen. Reguläre Öffnungszeiten müssen eingehalten werden, aber es dürfen keine Steuern erhoben werden, da dieses Bier als Luxusgut angesehen werden muss.” Da er mit dem König einen Freund an höchster Stelle gefunden hatte, braute Zacherl bis zu seinem Tod im Jahr 1848 weiterhin den Salvator Doppelbock.
Schon bald fand der Salvator Bock viele Nachahmer. Im Jahre 1890 verkauften schon sehr viele Brauereien ihr Starkbier unter dem Namen “Salvator”. Am 12. Januar 1894 trat das Patentrecht in Kraft und die Gebrüder Schmederer (die damaligen Besitzer der Paulaner Brauerei) konnten ihren Namen schützen lassen. Die anderen Brauereien mussten daraufhin ihr Salvator-Bier umbenennen. Interessant hierbei ist, dass nahezu alle Brauereien einen Namen wählten, der auf “-ator” endete.

Das Original Paulaner Salvator wird noch immer vor Ort gebraut. Das Bier wird im tiefsten Bierkeller der Welt gelagert, bevor es in die ganze Welt exportiert wird. Noch immer strömen zahlreiche Münchner zum jährlichen Starkbieranstich auf den Nochkerberg.

Der Biergarten

Posted in Essen und Trinken on März 26th, 2010 by admin – Be the first to comment

Ein Biergarten ist ein Bereich im Freien, wo Getränke (hauptsächlich Bier, wie der Name schon sagt) und typische, lokale Speisen serviert werden. Vor allem in Bayern gibt es sehr viele Biergärten.

Biergarten

Biergarten

Die Geschichte der Biergärten
In Bayern gibt es circa seit dem 19. Jahrhundert Biergärten. Damals überwog das dunkle Lagerbiert, das in den kalten Monaten gebraut wurde, da es bei vier bis acht Grad Celsius gären musste. Um dieses Bier im Sommer servieren zu können, gruben Brauereien entlang der Isar Bierkeller, um das Bier kühl lagern zu können. Um die Temperatur des Bieres noch weiter zu senken, wurde über den Kellern Kies verteilt und Kastanienbäume gepflanzt, deren Blätter im Sommer zusätzlich Schatten spendeten. Ein Beispiel für diese Vorgehensweise ist beispielsweise der Augustiner Bierkeller.
Schon wenig später wurden die Bierkeller nicht mehr nur zur Lagerung von Bier verwendet, sondern auch zum Bierausschank. Unter den Kastanienbäumen wurden einfache Tische und Bänke gestellt und bald waren die Biergärten ein beliebter Treffpunkt für die Bürger von München. Die kleineren Brauereien litten unter dieser neuen Form des Bierausschanks. Um einen weiteren Verlust von Kunden zu verhindern, baten sie König Ludwig I. zu verbieten, dass in den Bierkellern und -gärten speisen serviert werden durften. Das bedeutete, dass Gäste ihre eigenen Speisen mitbringen durften. Das ist noch heute gängige Praxis, auch wenn mittlerweile sehr viele Biergärten in Bayern Speisen (z.B. Radi, Brezen, Obazda, Hendl, Steckerlfisch) servieren.

Biergärten rund um die Welt
Der Begriff “Biergarten” wird nicht nur in Bayern verwendet, sondern ist auf der ganzen Welt ein Synonym für bewirtschaftete Gartenbereiche. Eigenschaften von traditionellen Biergärten sind unter anderem (Kastanien)Bäume, Holzbänke und -tische und ein Kiesbett.
Der größte traditionelle Biergarten der Welt ist der Hirschgarten in München, der circa 8000 Gästen Platz bietet.

Österreich
In Österreich wird der Biergarten vornehmlich als “Gastgarten” bezeichnet.

Japan
In Japan erfreuen sich die Biergärten immer größerer Beliebtheit. Viele von ihnen finden sich auf den Dächern von Kaufhäusern.

Vereinigte Staaten von Amerika
Einer der beliebstesten Biergärten der Vereinigten Staaten befindet namens Castle Garden befindet sich an The Battery auf der Südspitze Manhatans in New York City. Er war vormals eine Festung gewesen, bevor er zum Theater umfunktioniert wurde.
1919 fertiggestellt wurde der Biergarten an der Bohemian Hall in NYC, der somit der älteste Biergarten der Stadt ist. Offiziell bietet dieser Biergarten 800 Plätze, auch wenn bei Festen und anderen Veranstaltungen oft sehr viel mehr Gäste anwesend sind.

und noch einige Surftipps:
- http://www.abenteuer-reisen.de/reiseziel/deutschland/bayern/reportage/mass_halten_oberbayerns_schoenste_biergaerten
- http://www.bayerischer-biergarten.de/

Euer Martin Gruschka

Speisen und Getränke in Bayern

Posted in Essen und Trinken on März 22nd, 2010 by judith – Be the first to comment

Wir Bayern legen großen Wert auf Essen und Trinken und haben viele Speisen und Getränke, die anderswo in Deutschland unüblich sind, wie beispielsweise Weißwurst.

Bayerische Brotzeit

Brotzeit und Salate
- Kalter Braten: kalter Schweinsbraten, in dünne Scheiben geschnitten und in der Regel mit Brot und Meerrettich serviert.
- Wurstsalat: marinierte Wurst, in dünne Scheiben geschnitten mit Zwiebelringen
- Kartoffelsalat; Salat aus marinierten Salzkartoffeln.
- Obazda: Käsecreme mit Zwiebeln und Paprika. Serviert mit Brot oder Brezen.
- Leberknödelsupper: Suppe mit Knödeln aus Schweineleber.

Hauptgerichte mit Fleisch
- Weißwurst: eine traditionelle bayerische Wurst aus sehr fein gehacktem Kalbfleisch und frischem Schweinefleisch.
- Schweinsbraten: Schweinefilet in Scheiben, serviert mit Soße und Knödeln.
- Rollbraten: gerollter Schweinebauch, serviert mit Kartoffelsalat und Brezen

Fleischlose Haupgerichte
- Kässpatzen: kleine Teigknötchen aus Mehl, Eiern, Salz und Wasser, serviert mit viel bayerischen Käse.
- Apfelkrapfen: hergestellt aus Mehl, Eiern und Äpfeln

Bier
Auf Volksfesten wird Bier traditionell als Maß (1 Liter) serviert. Besonders stolz sind die Bayern auf ihr Reinheitsgebot, das durch den Herzog von Bayern 1487 zunächst für München und 1516 dann für das gesamte Herzogtum eingeführt wurde. Nach diesem Gesetz sind nur drei Zutaten im Bier erlaubt, und zwar: Wasser, Gerste, und Hopfen. 1906 wurde das Reinheitsgebot dann deutsches Gesetz bis es die EU vor Kurzem als unvereinbar mit dem Europäischen Gemeinsamen Markt bezeichnete. Trotzdem halten sich die deutschen Brauereien weiter an das Reinheitsgebot.
Die Bayern trinken auch sehr gerne Bier und haben einen durschnittlichen jährlichen Verbrauch von 170 Litern pro Person. Jedoch war die Zahl in den letzten Jahrn rückläufig, da sich Softdrinks einer immer größeren Beliebtheit erfreuen.
Es gibt zwei Haupttypen von bayerischem Bier: das Helle und das Weißbier.
Das Helle ist das beliebteste bayerische Bier. Es ist eine Art von Lagerbier, ähnlich dem Pilsener, enthält aber weniger Hopfen und schmeckt süßer. Ähnlich wie das Helle ist das Dunkle, das einen kräftigeren Geschmack hat, weil es mit mehr Malz gebraut wird.
Weißbier wird aus Gerste und Weizen hergestellt. Aufgrund der Verwendung von Weizen heißt es in anderen Regionen Deutschlands auch Weizenbier. Das Bier sieht trüber aus als das Helle, da die Hefe noch im Bier ist, ist aber nicht heller, wie der Name vermuten lassen würde.

Wein
Neben dem Bier ist Bayern auch bekannt für seinen Wein. Bayern ist die Heimat der fränkischen Weinregion, die entlang des Mains in Unterfranken liegt. In dieser Region wir Wein seit über 1000 Jahren hergestellt und unterscheidet sich von anderen Weinanbaugebieten durch die Verwendung des Bocksbeutels als Weinflasche.

Hier  noch ein toller Link: http://www.daskochrezept.de/geschmacksache/regional/bayern/

Euer Martin Gruschka

Schon über 500 Dörfer in Bayern ohne eigene Wirtschaft

Posted in Verschiedenes on März 12th, 2010 by judith – Be the first to comment

Laut einem Artikel, den ich gerade bei Google gefunden habe, müssen immer mehr Wirtschaften in Bayern schließen. Hierfür werden mehrere Gründe genannt: unter anderem sollen das Rauchverbot und (man glaubt es nicht) die Tatsache, dass immer weniger Bayern sonntags in die Kirche gehen und somit auch der Wirtshausbesuch nach der Messe flach fällt, Schuld daran haben. Laut Artikel zwingen aber auch “ein geändertes Ausgehverhalten, Verlust von dörflicher Identität, Nachfolgeprobleme, unzählige pseudogastronomische Veranstaltungen (mittlerweile nicht nur mehr in den Sommermonaten) ständige Verschlechterung der Rahmenbedingungen und behördliche Auflagen” immer mehr Wirtinnen und Wirte zur Aufgabe ihres Betriebes.
Da kommt mein ganzes Vorhaben ja noch viel gelegener und gerade (noch) rechtzeitig. Schließlich würde ich gerne noch einige Wirtschaften besuchen. Und vielleicht überzeugen euch meine Berichte hier ja auch und ihr rafft euch zum ein oder anderen Wirtshausbesuch auf!

Wie mein Vorhaben entstand

Posted in Verschiedenes on März 11th, 2010 by judith – Be the first to comment

Ich bin in Bayern geboren und fand es schon als Kind gemütlich, in der Wirtschaft zu sitzen und Knödel zu essen. Und irgendwann durfte ich dann ja auch offiziell Bier trinken, was das Ganze natürlich noch viel aufregender gemacht hat. Bei einer Schafkopf-Runde mit meinen Freunden in unserer Orts-Wirtschaft ist dann die Idee für den Wirtschafts-Marathon entstanden. Und wie ihr euch wahrscheinlich schon denkt: es war eine Wette! Aber eine gute, wie ich finde.
Und egal wie die Wette ausgeht: ich nehm’s als Herausforderung und schau einfach mal, wieviele Wirtschaften ich so in einem Jahr besuchen kann.
Top, die Wette gilt!

Hallo Freunde!

Posted in Verschiedenes on März 4th, 2010 by admin – Be the first to comment

Jetzt ist es endlich so weit: mein Abenteuer beginnt! Ziel ist es, im kommenden Jahr so viele Wirtschaften in Bayern wie nur möglich zu besuchen!